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Gartenschau: Dritter Rundgang gut besucht
„Ich bin begeistert, wie sich Sigmaringen für die Gartenschau bisher schon heraus geputzt hat und freue mich schon auf das Ergebnis“, erzählt der 86-jährige Fritz Schmid. Beim bereits dritten Rundgang über das Gartenschaugelände, der von der Stadtverwaltung für die Bevölkerung angeboten wird, ist Schmid der wohl am weitesten angereiste Gast. Fast 10.000 km hat er mit dem Flugzeug zurückgelegt. Der Auswanderer lebt schon viele Jahre in den Vereinigten Staaten in Los Angeles und kommt regelmäßig für mindestens 2 Monate nach Sigmaringen.
Bürgermeister Thomas Schärer und Stadtbaumeister Thomas Exler haben, neben dem Gast aus Kalifornien, an diesem Samstagmorgen im Oktober gut 70 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer. Die meisten kommen aus Sigmaringen, aber auch eine Reisegruppe aus Ludwigsburg hatte sich angeschlossen.
Als die Gruppe das Donauufer in Richtung Laiz ansteuert, stoßen die Veränderungen bezüglich der Donau auf besonderes Interesse. Seit einigen Wochen schon wird hier die Donaurenaturierung, eine Maßnahme des Landes, umgesetzt. „Das Wehr in Laiz ist unten, die Donau ist abgestaut und zahlreiche Kiesinseln, die aufgeschüttet wurden, sind sichtbar“, erläutert Stadtbaumeister Exler. Die Kiesinseln seien dazu da, dass die Donau ihren natürlichen Verlauf ohne klare Strukturierung zurück erhält. Bis jetzt seien diese Kiesinseln nur teilweise bewachsen und der Eindruck einer Baustelle entsteht, das werde sich aber bald ändern. „Spätestens einem Monat ist das Wehr wieder oben und die Natur wird sich ihr Territorium zurückholen“, ergänzt Exler.
Etwas abenteuerlicher geht es bei der Hängebrücke zu, die das Donauufer beim Jugendfreizeitbereich in Richtung Laiz verbindet. Bereits die Stützpfeiler wurden angebracht. „Die Hängebrücke wird eine Spannbreite von mehr als 75 Metern haben und ist als Abenteuergerät gedacht“, erzählt Thomas Exler. Gerade junge Leute sind hier die Zielgruppe, denn die Brücke schwankt, wenn man sie betritt. „Die Brücke kann nicht barrierefrei gestaltet werden, da der Höhenunterschied von fast vier Metern von Ufer zu Brücke nur mit einer Treppe umgesetzt werden kann“, ergänzt Exler.
Auch das Areal „Kiesbett/ Gräsergarten“ in der Nähe des Bootshauses ist für die Bevölkerung noch mit etwas Phantasie verbunden. Das besondere an diesem Projekt ist, das es eine Verbindung zwischen Bootshaus und der Vorstadt schafft. „Radfahrer und Fußgänger werden ganz bequem und barrierefrei über den Donausteg zum Luisenplatz gelangen können“, erklärt Bürgermeister Schärer. Außer einer perfekt ausgebauten Infrastruktur, wird hier eine Donauaue mit verschiedenen Gräsern beziehungsweise der Teil eines Flußbettes nachgebildet mit verschiedensten Steinformationen.
Nach etwa 2 Stunden ist die Gruppe am Luisenplatz angelangt und kann mit vielen neuen Eindrücken nach Hause gehen. Bürgermeister Schärer dankt für das große Interesse der Bevölkerung und freut sich bereits auf die nächste Führung, die in einigen Monaten wieder angeboten wird.



