Einweihung Innovations-und Technologiezentrum

Pressereferentin

Anja Heinz
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(vom 19.10.2018)

Das Innovations- und Technologiezentrum (ITZ) wurde am Donnerstag als die erste der drei Säulen des ganzheitlichen Zukunftsprojekts „InnoCamp Sigmaringen“ offiziell seiner Bestimmung übergeben

Der InnoCamp Sigmaringen wurde im Januar 2015 als Leuchtturmprojekt von der Landesregierung in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Im Oktober 2016 wurden vom Wirtschaftsministerium BW die EFRE-Fördermittel in Höhe von sieben Millionen Euro dafür genehmigt. Die Stadt Sigmaringen selbst beteiligt sich mit ca. sechs Millionen Euro. Auf einer Fläche von ca. 8.000 Quadratmeter auf dem ehemaligen Gelände der Graf-Stauffenberg-Kaserne wird das Zukunftsprojekt „InnoCamp Sigmaringen“ als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aus drei Organisationseinheiten bestehen: Die Modellfabrik, die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung sowie das Innovations- und Technologiezentrum. Letzteres wurde nun nach Renovierung der Räumlichkeiten offiziell mit einem Festakt eingeweiht.

Rund 150 geladene Gäste folgten der gemeinsamen Einladung der Kreisstadt Sigmaringen, der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und der WFS-Wirtschaftsförderung Sigmaringen GmbH & Co. KG.

Unter den zahlreichen Gästen waren Vertreter der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik. Das Vorhaben wird in der Öffentlichkeit als große Chance für Sigmaringens Zukunft gesehen und dementsprechend groß war auch das Interesse, was die sehr gute Resonanz auf die Einladungen bestätigte. Bürgermeister Dr. Marcus Ehm betonte die Bedeutung des InnoCamp Sigmaringen für die künftige Entwicklung der Stadt Sigmaringen: „Der ländliche Raum hat viel zu bieten. Hier im Konversionsgebiet sollen Gründerinnen und Gründer mit innovativen Ideen gemeinsam mit den großen Unternehmen der Raumschaft, den „hidden champions“, die Zukunft gestalten.“

Es sollen, wie Geschäftsführer des InnoCamp Alejandro Palacios-Tovar im Finanzmagazin „Euro“ zitiert wird, 1000 zusätzliche Arbeitsplätze im nächsten Jahrzehnt entstehen. Palacios-Tovar hob während seiner Rede die Wichtigkeit der Etablierung eines gelebten Gründerspirit hervor und „möchte Sigmaringen auf der Gründerlandkarte positionieren“. Mit dem Vorhaben InnoCamp Sigmaringen mit der Stadt Sigmaringen als Projektträger und der Hochschule Albstadt-Sigmaringen als Projektpartner hat die WFS-Wirtschaftsförderung Sigmaringen GmbH & Co KG als Projektbetreiber die besten Voraussetzungen für ein optimales Gelingen des Vorhabens.

Die Zeitschiene sieht die Eröffnung der Modellfabrik und der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung für das dritte Quartal 2020 vor.  In der Modellfabrik sollen unter realen Bedingungen in Kooperation mit Unternehmen Prozesse, Verfahren und Produkte erprobt, entwickelt und hinsichtlich Energie- und Ressourceneffizienz sowie Nachhaltigkeit optimiert werden, in der Akademie soll der Wissens- und Informationstransfer von Modellfabrik und ITZ erfolgen. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, etwas für die Region zu tun“, sagt Dr. Ingeborg Mühldorfer, Rektorin der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. „Deswegen sind kooperative Forschung mit Unternehmen und das Entrepreneurship für uns zentrale Zukunftsziele.“ Derzeit gibt es an der Hochschule zwei Projekte („Go youR Own Way“ (GROW) und die School of Entrepreneurship), mit denen Unternehmergeist bereits in der Lehre, aber auch in der Forschung verankert werden soll. „Darüber hinaus fördern wir seit einigen Jahren studentische Forschungs- und Gründerideen mit unserem hochschuleigenen Programm ,Start 2 Research‘“. Mit diesen Projekten möchte die Hochschule gründungsinteressierte Studierende und auch Externe unterstützen. „Wir sind deshalb dankbar, dass diese dann im ITZ Raum und Unterstützung finden“, sagt Ingeborg Mühldorfer. Vonseiten der Hochschule gibt es wiederum Innovations- und Transfermanager, die unter anderem daran arbeiten, Partner für kooperative Forschungsprojekte in der Modellfabrik zu akquirieren.

Christin Wohlrath als Leiterin des Gründerzentrums „Innovations- und Technologiezentrum“ (ITZ) gab Details zum Gebäude und dem Projekt selbst, so gibt es im ITZ eine vermietbare Gesamtfläche von ca. 900 m², von welcher einzelne Büroeinheiten (15-30 m²) oder Coworking-Arbeitsplätze im Open Space zu vorteilhaften Konditionen gemietet werden können. Aufgeteilt ist der Open-Space-Bereich in acht Arbeitsplätze, die tage- oder wochenweise von beispielsweise Dienstreisenden gemietet werden können und in einen Kreativbereich. In diesem kann z.B. nach dem Design Thinking Prinzip kreativ gearbeitet werden. Ein Get-Together-Bereich regt zum Austausch mit anderen Start-ups an und für GründerInnen mit Kindern ist ein kindgerechter Sozialraum zur Überbrückung von Betreuungsengpässen eingerichtet. Sowohl das Team des ITZ als auch das gründungsfreundliche Umfeld sollen Informationen und Unterstützung bei Neugründungen geben und Wissenschaft und Wirtschaft miteinander vernetzen.

Als Keynote Speaker war der aus der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ bekannte Felix Thönnessen geladen, der als Deutschlands bekanntester Gründer- und Startup-Manager gilt. In einem impulsiven und zukunftsweisenden Vortrag begeisterte er das Publikum und ließ die Gäste an seinen vielfältigen Erfahrungen als Gründercoach teilhaben.

Nach dem offiziellen Teil der Einweihungsfeier war neben dem Stehempfang genug Zeit, sich das ITZ anzuschauen. Hierbei konnten die Gäste die Ausstellung aus dem Mariaberger Kunstkeller bewundern. Diese Ausstellung fand im Rahmen des Fests der Kulturen im ITZ statt. Ebenfalls stellten sich bereits am ITZ ansässige, innovative Projekte in den Räumlichkeiten vor und beantworteten die Fragen der Gäste und informierten über ihre Arbeit.

Bei Interesse zu den aktuellen Projekten oder falls Sie sich im ITZ einmieten möchten, bitte Kontakt mit Gründungszentrumleiterin Christin Wohlrath, wohlrath@innocamp-sigmaringen.de aufnehmen.

Für weitere Informationen:

InnoCamp Sigmaringen
Marie-Curie-Straße 10
72488 Sigmaringen
Katharina Krauss
Marketing & Öffentlichkeitsarbeit
krauss@innocamp-sigmaringen.de

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