Sigmaringen bietet kostenloses Surfvergnügen
Freies WLAN in der Innenstadt und am Bootshaus

Pressereferentin

Anja Heinz
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(vom 07.12.2017)

Bei einem Spaziergang in der Fußgängerzone bequem im Internet nach Informationen suchen: Das ermöglichen zehn sogenannte ‚Hotspots‘ jetzt auch in Sigmaringen. Am 22. November nahm Bürgermeister Thomas Schärer vor dem Rathaus das kostenlose WLAN-Netz symbolisch in Betrieb.

An Flughäfen, Verkehrsknotenpunkten oder in Zentren großer Städte gehört es längst zum gewohnten Bild: Besucher und Passanten rufen ihre aktuellen E-Mails ab, bereiten ihre nächsten Termine vor oder prüfen die Verkehrslage. Aber kleinere Städte und Gemeinden im eher ländlichen Raum holen beim freien Zugang zum Internet auf. Innerhalb des Rings aus Anton-, Karlstraße und Schloß machen es sieben wetterfeste und teils batteriegepufferte Router an bestehenden Straßenlaternen bzw. an einem Verteilerkasten möglich. Sie funktionieren über LTE-Verbindungen. Dazu kommt ein weiterer mit Netzanschluss direkt am Rathaus. Der zehnte Hotspot wurde am Bootshaus für das dortige Freizeitgelände eingerichtet.

Die Technik stammt von der EnBW-Tochter ‚SM!GHT‘, deren Mitarbeiter das WLAN-Netz konzipiert und in den letzten Tagen aufgebaut haben. Gut fünfzig Meter beträgt die Reichweite der jeweiligen Hotspots. Deshalb wurden sie in der Innenstadt so platziert, dass die Abstände bei maximal 100 Metern liegen, was die Durchgängigkeit des Empfangs gewährleistet. Eine Ausnahme bildet der Busbahnhof am Leopoldplatz mit einem Inselbetrieb. Um an das kostenlose Surfvergnügen zu kommen, genügt die Bestätigung der AGB beim Einwählen.

Schon seit langem hatte Bürgermeister Thomas Schärer der Wunsch nach Zonen mit freiem Internet umgetrieben. Nach der Förderzusage im Rahmen des Programms „Städte und Gemeinden 4.0“ des Innenminsteriums vom 24. August konnte das Vorhaben rasch umgesetzt werden. Der Gemeinderat hatte sich bereits 2016 für das Projekt ausgesprochen. „Heute gehen wir einen kleinen Schritt in die große Welt der ‚Smart Cities‘“, freute sich Thomas Schärer. „Vor allem aber setzen wir einen weiteren Baustein für die Belebung und Aufwertung der Innenstadt. Von der profitieren Einwohner, Einzelhändler und Gastronomen. Aber auch Touristen und Geschäftsreisende legen zunehmend Wert auf kostenloses WLAN“.

Hintergrund zu SM!GHT

Der Kunstbegriff SM!GHT steht für smart.city.light. Die multifunktionale Mehrzweck-Straßenleuchte“ kommt aus dem EnBW-Innovationscampus und wurde als neuartige Infrastrukturlösung für Städte und Gemeinden mit dem ersten Preis beim Digital Leader Award 2016 ausgezeichnet. Komponenten wie die WLAN-Router können, wie in Sigmaringen, flexibel auch auf anderen Trägersystemen angebracht werden.

An jedem Hotspot können sich gleichzeitig bis zu 250 Personen mit maximal 72 Mbit/Sekunden im Internet bewegen. Einmal angemeldet erhält man automatisch Zugang an allen anderen von der EnBW eingerichteten Hotspots – das sind im Moment über 500 in Deutschland sowie rund 200 in Skandinavien, den USA und sogar Australien. Nach 30 Tagen ist die Neuanmeldung erforderlich.

Einen Meilenstein für öffentliches WLAN in Kommunen bedeutete die Abschaffung der sogenannten „Störerhaftung“ durch den Bundestag im vergangenen Jahr. Beim Modell in Sigmaringen bleiben mögliche Risiken für Städte und Gemeinden allerdings generell bei SM!GHT als dessen Betreiberin. Die EnBW weist daraufhin, dass bestimmte Inhalte - zum Beispiel volksverhetzende - geblockt würden. Ausdrücklich ermöglicht habe man die Nutzung diverser Dienste wie What’s App, Facebook oder gar gesicherte VPN-Verbindungen.

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