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Das Fürstliche Museum auf Schloss Sigmaringen
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Der Grundstein des Fürstlichen Museums auf Schloss Sigmaringen wurde vor über 150 Jahren gelegt.Ursprünglich plante Karl Anton Fürst von Hohenzollern zwar einen Büchersaal, aber als sein Bibliothekar plötzlich verstarb, entschloss sich der Fürst ein Kunstmuseum einzurichten, um den Sigmaringer Bürgern das Kunstschaffen des Mittelalters nahezubringen. Diesem Gedanken folgend eröffnete Fürst Karl Anton am 5. Oktober 1867 den so genannten „Galeriebau“ mit den Worten „Mit Gott hab ich dieses Haus gebaut, manch Kleinod hab ich ihm vertraut. Ich freu mich dess, doch nicht allein, auch Du sollst mir willkommen sein.“
Das im Jahre 2007 sanierte Museum der Fürsten von Hohenzollern beherbergt seitdem einmalige Kunstwerke vorrangig schwäbischer Maler, Bildhauer und Kunst-schmiede des 15. und 16. Jahrhunderts. Herausragende Kunstwerke sind der Ennetacher Flügelaltar von 1496 mit Gemälden der Ulmer Meister Jörg Stocker und Martin Schaffner. Zudem beherbergt das Museum vier Passionsreliefs des Ulmers Michel Erhart von 1491. Im Zuge der Sanierung wurden auch diese Originale gereinigt und restauriert, sodass sie nun wieder in ihrem ursprünglichen Glanz erstrahlen.
Das Museum ist auch aufgrund seiner Architektur und Ausstattung selbst ein Kunstwerk, denn der Düsseldorfer Maler Prof. Andreas Müller gestaltete den Raum insgesamt als Kunstsaal. Um den passenden Rahmen für die ausgestellten Objekte zu schaffen, porträtierte er die bekanntesten mittelalterlichen Künstler nach Art der gotischen Buchmalerei als Wandgemälde. Diese 26 dargestellten Meister sind umgeben von ornamentalen Beigaben, wie Fabelwesen, Putten und Tieren. Diese Wandmalerei vervollständigt jedoch nicht nur den Kunstraum, sondern gehört selbst zu den beachtens-wertesten künstlerischen Arbeiten des 19. Jahrhunderts. Beim Betreten des Fürstlichen Museums überrascht die Einheit des Raumes und der Kunstwerke – noch heute lässt sich hier der hochgesteckte Anspruch des Fürsten erahnen.
Zum Jubiläumsjahr 950 Jahre Haus Hohenzollern präsentiert das Schlossmuseum in seiner Ausstellung „Kleidung. Macht. Geschichte.“ überwiegend Exponate aus dem Privatbesitz der Fürsten von Hohenzollern. Prächtig gewandete Grafen, Fürsten und Fürstinnen begleiten die Besucher durch die Räume und zeigen Schmuck und Accessoires, Musikinstrumente und Waffen, Gemälde und Archivalien. Briefe und Tagebücher gewähren facettenreiche Einblicke und berichten von der wechselvollen Geschichte des Hauses Hohenzollern.
Öffnungszeiten:
November bis Februar: 10:00 bis 15:30 Uhr
März bis April: 9:30 bis 16:30 Uhr
Mai bis Oktober: 9:00 bis 17:00 Uhr
Täglich durchgehend Schloss-Führungen und Besichtigungen. Das Schloss ist nicht geöffnet am: Fastnachts-Dienstag, 24. und 25.12 am 31.12 und 01.01.
Die Eintrittspreise finden Sie
hier
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.hohenzollern.com




