Starten Sie Ihren Rundgang durch Sigmaringen

 
Übersichtskarte
1. Rathausplatz
2. Prinzengarten
3. Runder Turm
4. Fidelishaus
5. Stadtpfarrkirche St Johann
6. Prinzenbau
7. Schloss
8. Ständehaus
9. Karlstrasse
10. Bilharzapotheke
11. Mühlberg
12. Hoftheater
13. Leopoldplatz
14. Josefskapelle
15. Alte Schule
16. Landeshaus
17. Alter Schlachthof
 

vorheriges Bildnächstes Bild

Übersichtskarte

Starten Sie einen virtuellen Stadtrundgang durch das geschichtsträchtige Sigmaringen. Die Zahlen auf der Stadtkarte entsprechen den Zahlen der Bilder. Durch Klicken auf das Bild gelangen Sie in die Großansicht.

Rathausplatz

Im Jahr 1077 wird die Burg „Sigimaringin“ in der Chronik des Klosters Petershausen bei Konstanz erstmals erwähnt, als König Heinrich IV. von seinem „Gang nach Canossa“ kommend den Gegenkönig Rudolf, der die Burg belagerte, vertrieb.

Um 1250 erhielt Sigmaringen die Stadtrechte. Das erste Rathaus wurde 1454 erbaut; das heutige Hauptgebäude entstand in den Jahren 1925 bis 1927 nach Plänen des Architekten Imbery.

An der Westecke des Rathauses hat der Bildhauer Franz Marmon ein Ehrenmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Bürger errichtet. Es stellt den historisch nicht belegten Gründer der Stadt, den Alemannenritter Sigmar, dar.

Der Marktbrunnen entstand 1826 im Hüttenwerk Laucherthal. Die Brunnenfigur zeigt Graf Johann von Hohenzollern-Sigmaringen, der 1629 in den Fürstenstand erhoben wurde.

Prinzengarten

Der Prinzengarten ist der Rest der ehemals größeren fürstlichen Parkanlagen, die der fürstlichen Familie vorbehalten und im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt war.

Heimatmuseum Runder Turm

Der Runde Turm entstand als Wehrturm der alten Stadtbefestigung zusammen mit der ersten Stadterweiterung. Das Gebäude wurde im Dreißigjährigen Krieg vermutlich zerstört und nach dem Wiederaufbau als Wohnturm genutzt. Im Jahr 1970 erfolgte unter Hofrat Georg Zimmerer der Ausbau zum Heimatmuseum und Ausstellungsort, in dem heute die Stadtgeschichte mit zahlreichen Exponaten dargestellt wird.

Öffnungszeiten:
Samstag, Sonn- & Feiertags 14 – 17 Uhr

Juli - September zusätzlich mittwochs 14 - 17 Uhr
 

Fidelishaus

Nach der Überlieferung soll hier Markus Roy (1577 – 1622) geboren und aufgewachsen sein. Als Sohn eines Gastwirts und späteren Bürgermeisters machte er sich nach einem Philosophie- und rechtswissenschaftlichen Studium einen Namen als "Advokat der Armen". Er entschloss sich zum Ordensleben, wurde Kapuzinermönch mit dem Namen Fidelis und wirkte als wichtiger Volksprediger der Gegenreformation. Nach einer Missionspredigt im österreichisch besetzten Graubünden wurde er in Seewis erschlagen. 

Markus Roy, Erstlingsmärtyrer des Kapuzinerordens, wurde im Jahr 1746 heiliggesprochen und hohenzollerischer Landes- und Sigmaringer Stadtpatron. In der Hauskapelle befinden sich u.a. die Fideliskanzel aus Seewis, zwei gefasste Fidelisreliquien und mehrere qualitätvolle Tafelbilder aus dem 16. Jahrhundert.
 

Stadtpfarrkirche St Johann

Die heutige Pfarrkirche beim Schloss geht mit ihren Ursprüngen auf die 1247 erstmals bezeugte Burgkapelle zurück. Sie diente als Grablege der Grafen von Werdenberg sowie der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen (bis 1844) und wurde 1583 neu erstellt. Von 1756 bis 1763 schuf Maurermeister Johann Martin einen weiteren Neubau, bei dem lediglich die Nordwand und den Turm erhalten wurden. Bedeutende Künstler ihrer Zeit arbeiteten daran mit: der Stukkateur Johann Jakob Schwarzmann, der Altarbauer Johann Michael Feichtmayr, der Bildhauer Johann Georg Weckenmann und der in Sigmaringen geborene Maler Meinrad von Ow (1712-1792). Die Stadtpfarrkirche St. Johann gilt als eine der bemerkenswertesten Barockkirchen der Region und ist Bestandteil der Westroute der Oberschwäbischen Barockstraße. In der Stadtpfarrkirche St. Johann befindet sich der kostbare Fidelisschrein, das Armreliquiar des hl. Fidelis sowie die Fideliswiege, in die nach altem Brauch die Kinder nach der Taufe kurz hineingelegt werden.
 

Prinzenbau

Der Alte Prinzenbau, eines der ersten Häuser außerhalb der Stadt, war der Wohnsitz der Fürstin Amalie Zephyrine und lag im „Langen Garten“, der sich heute als „Prinzengarten“ hinter den Gebäuden der Karlstraße erstreckt. Nach vielen aufwendigen Umbauten beherbergte der Gebäudekomplex das Staatsarchiv für den Bereich "Regierungsbezirk Tübingen und Hohenzollern".

Erbaut wurde der Alte Prinzenbau vom fürstlichen Bauinspektor Uhl in den Jahren 1822 bis 1825. Der Neue Prinzenbau wurde von 1842 bis 1847 nach den Plänen von Bauinspektor Bröm mit neogotischen Elementen und einer der ersten Warmwasserheizungen Europas errichtet.
 

Schloss Sigmaringen

Das Schloss, Wahrzeichen der Stadt Sigmaringen, zeigt mit seinem heutigen Ausbau eindrucksvoll die geschichtliche Entwicklung von einer mittelalterlichen Burg zu einem fürstlichen Residenzschloss. Es ist seit 1535 Sitz der Grafen und späteren Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. Sehenswert sind die fürstlichen Sammlungen, darin u.a. eine der größten privaten Waffensammlungen Europas mit ca. 3.000 Objekten, kostbare Gobelins und zahlreiche Jagdtrophäen.

Ständehaus

Das in den Jahren 1846 bis 1948 nach den Plänen des Werkmeisters Wilhelm Laur erbaute Ständehaus erhielt seinen Namen nach dem Ständesaal und nach seiner einstmals geplanten Bestimmung als Landtagsgebäude.
Die Verfassung von 1833 sah eine landständische Vertretung vor. Jedoch wurde das Fürstentum Hohenzollern nach den revolutionären Unruhen in den Jahren 1848/49 an Preußen übergeben. Das Gebäude beherbergt seit nunmehr rund 175 Jahren die Landesbank Kreissparkasse Sigmaringen.
 

Karlstrasse

Die frühere Allee, die wegen der geruhsamen Regierungs- und Beamtenatmosphäre mit den vielen Frack- und Zylinderträgern im Volksmund auch gern „Zylindergasse“ genannt wurde, hat sich heute zu einem modernen Behördenzentrum entwickelt. In fast gerader Linie führt die Karlstrasse mit einer Vielzahl von historischen Gebäuden zum ehemaligen Kloster Hedingen.

Die Evangelische Stadtkirche mit ihrem schlanken neugotischen Turm ist einer der wenigen öffentlichen Bauten, die nicht auf die Initiative des Fürstenhauses zurückgehen. Die Kirche wurde 1861/62 durch den Preußischen Oberhofbaurat Friedrich August Stüler, ein Schüler Schinkels, der federführend am Wiederaufbau der Burg Hohenzollern beteiligt war, errichtet. Das Pfarrhaus ist mit einem Arkadengang mit der Kirche verbunden.
 

Bilharzapotheke

An der Kreuzung Anton/Josefinenstrasse  stand das Geburtshaus der Brüder Theodor (geb. 25.3.1825) und Alfons Bilharz (geb. 2.5.1836).

Prof. Dr. Theodor Bilharz lehrte Anatomie an der Medizinschule in Kairo und war damit beauftragt, dort das Gesundheitswesen neu zu organisieren. Er entdeckte den Erreger der damals in Afrika weit verbreiteten Blutharnruhr, die nach ihm „Bilharziose“ benannt wurde. Durch seine Entdeckung wurde es erstmals möglich, die Krankheit nach ihrem Ausbruch erfolgreich zu behandeln.

Dr. Alfons Bilharz übernahm nach seinem 13jährigen Aufenthalt in Nordamerika die Stelle des ärztlichen Direktors des Fürst-Carl-Krankenhauses in Sigmaringen.
 

Mühlberg

Direkt gegenüber dem Schlossberg gelegen, bietet der Aussichtspunkt einen wunderschönen Blick auf das Schloss, die Donau und Teile der Stadt.

Hoftheater

Das im Jahre 1826 von Fürst Anton Alois erworbene Gebäude wurde als Theater umgebaut und bot Platz für 149 Zuschauer. Bis zum Jahr 1949 fanden hier – mit kurzzeitigen Unterbrechungen – Aufführungen unter den Fürstlich Hohenzollerischen Theaterdirektoren statt. Heute wird das Gebäude als Kino genutzt.
 

Leopoldplatz

Das Reiterstandbild auf dem außerhalb der Stadtmauer gelegenen Platzes zeigt den einflussreichen Fürsten Leopold. Um den Leopoldplatz entstand unter Fürst Karl von 1835 bis 1840 das Regierungs- und Verwaltungszentrum – zunächst des Fürstentums und nach 1850 des preußischen Regierungsbezirks Sigmaringen. Der Leopoldplatz  ist vom 1822/1842 erbauten Prinzenbau, dem "Deutschen Haus", dem Ständehaus und einigen Bürgerhäusern umgeben.

Josefskapelle

Die Kapelle wurde im Jahr 1629 vom Renaissancebaumeister Hans Albertal aus Dillingen erbaut. Über das Jahr hinweg finden dort Andachten und Gottesdienste statt. Die barocke Innenausstattung von 1739 wurden durch Nikolaus Schütz (Landsberg) und Josef Ignaz Wegscheider(Riedlingen) ausgeführt. Die Josefskapelle ist neben der Stadtpfarrkirche St. Johann ein sehenswertes Ausflugsziel der Oberschwäbischen Barockstraße.
Die Besichtigung der Kapelle ist nach Voranmeldung bei Frau Glückler, Tel. 07571/3104, möglich.

Alte Schule

In den Jahren 1875 bis 1879 wurde die „Alte Schule“ nach Plänen des fürstlichen Baurats Josef Laur erbaut und bis 1975 als Schulhaus genutzt. Mit einer umfassenden Sanierung im Jahr 1988 wurde das klassizistische Gebäude zu einem städtischen Kulturzentrum ausgebaut. Es beherbergt seitdem die Stadtbibliothek, die Städtische Musikschule und ist zugleich Veranstaltungsort für Vorträge, Ausstellungen und Musikabende.

Landeshaus

Das neoklassizistische Gebäude war mit einer Unterbrechung bis 1973 Sitz des Hohenzollerischen Landeskommunal-verbandes, des Kommunallandtags und des Landesausschusses. Dieser war zuständig unter anderem für das Armenwesen, Straßenwesen, das Fürst-Carl-Krankenhaus, die Hohenzollerische Landesbahn und die Kultur- und  Wirtschaftspflege.

Alter Schlachthof

Im Stil des Industriebaus der Gründerjahre wurde der Alte Schlachthof in den Jahren 1884/85 unter Regierungsbaurat Wilhelm Friedrich Laur errichtet. Der Gebäudekomplex bestand aus dem Hauptgebäude mit Schlachthallen, zwei Hintergebäuden mit Stallungen, Kaldaunenwäsche, Freibank, Kranken-Viehstall und Holzschuppen. Heute beherbergt der Alte Schlachthof die "Ateliers im Alten Schlachthof", ein vielbeachtetes Kulturzentrum.