AlpBioEco

Ansprechperson

Anna Bäuerle
Aufgabenbereiche: Project Manager EU Interreg Project „AlpBioEco“
Marie-Curie-Straße 20, 72488 Sigmaringen
Telefon: 07571 / 92792 -72
E-Mail: baeuerle@sigmaringen.de

Wertschöpfung im Alpenraum durch Innovation und Bioökonomie

Projektziele

Logo: Alp.Bio.Eco
  • AlpBioEco fördert mit innovativen Methoden die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung im Alpenraum.
  • AlpBioEco erweitert das Bewusstsein für die wirtschaftlichen Potentiale der Bioökonomie.
  • AlpBioEco unterstützt aktiv die interdisziplinäre und überregionale Zusammenarbeit zur Entwicklung von innovativen Geschäftskonzepten.

Projektinhalt

Das EU-Projekt AlpBioEco fördert die Bioökonomie im Alpenraum und setzt sich so für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in der Region ein. Bioökonomie bezeichnet ein Konzept, das sich auf die nachhaltige Produktion von biologischen Ressourcen und Verfahren zur Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen konzentriert und damit den ländlichen Raum und seine Entwicklung in den Mittelpunkt stellt.

Gemeinsam mit 12 weiteren Projektpartnern aus fünf Ländern im Alpenraum untersucht die Stadt Sigmaringen als leitender Partner des AlpBioEco Projekts exemplarisch die Wertschöpfungsketten von Walnüssen, Äpfeln und Alpenkräutern hinsichtlich ihres bioökonomischen Potentials. Aufbauend auf Marktstudien, Laboranalysen und dem Wissensaustausch zwischen den verschiedenen Akteuren wurden innovative Geschäftsideen entwickelt. So entstanden beispielsweise Geschäftsmodelkonzepte für Walnussaufstrich, für glutenfreies Apfelmehl und alternativen Packmitteln aus Apfeltrester, oder für die Wiederbegrünung mit Magerheuwiesenblüten. Alle entwickelten Geschäftsmodellkonzepte sind ökologisch nachhaltig und innovativ, denn sie nutzen unter anderem existierende Wertschöpfungsketten besser aus: Beispielsweise der Walnussaufstrich entsteht aus Walnusspresskuchen, einem der Überreste der regionalen Walnussölproduktion.

Verschiedene Walnussaufstriche

Walnussaufstriche beim Fokusgruppen Workshop in Bodnegg, Ravensburg
©Ulfried Miller

Glutenfreier Apfelkuchen

Glutenfreie Backwaren mit Apfelmehl am Biotechnischen Zentrum Naklo (BC Naklo) in Naklo, Slowenien
©BC Naklo

Sportlicher Mann bei der Saatguternte

Saatguternte von einer Magerheuwiese in Vorarlberg, Österreich
©Conrad Amber www.conradamber.com

Im Prozess der Geschäftsmodellentwicklung wurden in Sigmaringen, aber auch in den anderen Projektregionen, Hauptakteure ausfindig gemacht, fehlende Partner aktiviert und Innovationslücken aufgezeigt. Seit Anfang des Jahres 2020 wurden die konkreten Geschäftskonzepte in Pilotprojekten getestet – die Ergebnisse dieser Phase sind in einer Best-Practice Broschüre verfügbar. In der letzten Phase des AlpBioEco Projekts werden die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den vorangegangenen Projektphasen sowohl auf alle politischen Ebenen als auch in andere Alpenregionen übertragen. Hierfür entwickelt AlpBioEco Handlungsempfehlungen, mit denen die Implementierung innovativer Geschäftskonzepte in der Bioökonomie gefördert und neue Arbeitsplätze im Alpenraum geschaffen werden.

Aktivitäten und Ergebnisse

Im Folgenden finden Sie ausgewählte Publikationen des AlpBioEco Projekts. Alle Ergebnisse und Berichte des Projekts AlpBioEco finden Sie auf der Projekt Webseite. Dort können Sie sich auch für den halbjährlichen AlpBioEco Newsletter anmelden.

Grüne Walnüsse, Walnussbaumblätter, Walnussöl

Bild: Grüne Walnüsse, Walnussbaumblätter, Walnussöl und Walnusspresskuchen ©AlpBioEco

1. Arbeitspaket: Im ersten Arbeitspaket wurden die Wertschöpfungsketten von Äpfeln, Walnüssen und Kräutern analysiert, sowie ein Leitfaden zur eigenen Durchführung solcher Wertschöpfungskettenanalysen erstellt. Die Ergebnisse und der Leitfaden werden im ersten Zwischenbericht präsentiert.

Tisch mit vielen Zetteln

Bild: Workshop zu Geschäftsmodellideen mit Walnuss am InnoCamp in Sigmaringen im Oktober 2019 ©AlpBioEco

2. Arbeitspaket: Auf den Analysen aufbauend wurden im zweiten Arbeitspaket für die Wertschöpfungsketten von Äpfeln, Walnüssen und Kräuter gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs), Clustern, Hochschulen und weiteren gesellschaftlichen Akteuren öko-innovative Geschäftsmodellkonzepte entworfen. Diese sollen die Wertschöpfung der verschiedenen Produkte verbessern.

Verschiedene Walnussflips

Bild: Produkt Prototypen: Walnussflips am Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) in Kulmbach ©AlpBioEco

3. Arbeitspaket: Anschließend wurden ausgewählte Geschäftsmodellkonzepte im dritten Arbeitspaket in Pilotprojekten mit lokalen Unternehmen und Forschungseinrichtungen weiter entwickelt und deren Umsetzbarkeit überprüft. Die Ergebnisse dieser Tests sind in einer Best-Practice Broschüre für die Umsetzung von innovativen Geschäftskonzepten in der Bioökonomie verfügbar.

Präsentation AlpBioEco Produkte

Bild: AlpBioEco Präsentation auf dem Rathausplatz Sigmaringen im September 2020 ©AlpBioEco 

4. Arbeitspaket: AlpBioEco erstellt – basierend auf den Ergebnissen der anderen Arbeitspakte – abschließend politische und wirtschaftliche Handlungsempfehlungen, welche die überregionale und interdisziplinäre Zusammenarbeit in der biobasierten Wirtschaft im Alpenraum fördern sollen. Die Ergebnisse werden im Januar 2020 veröffentlicht.

Beitrag von Sigmaringen zum Gesamtprojekt

Als leitender Partner („Lead Partner“) übernimmt die Stadt Sigmaringen, vertreten durch Frau Bäuerle, federführend die Koordination und das Managements des AlpBioEco Projekts. Die Stadt Sigmaringen trägt dadurch die Projektverantwortung gegenüber dem Interreg-Programm und der Europäischen Union, setzt sich für die Einhaltung des Fördervertrags ein und leitet Fördermittel an die Projektpartner weiter. Außerdem werden die 13 Projektpartner im Projektverlauf und -prozess durch die Projektleitung aktiv unterstützt, um die nachhaltige Umsetzung von AlpBioEco zu gewährleisten.

Projektpartner  

AlpBioEco Gruppenfoto

Bild: AlpBioEco Projektpartner beim Projektpartner Treffen in Avignon, Frankreich im Dezember 2019 ©AlpBioEco

  • Stadt Sigmaringen (Leitung) | DE
  • Biotechnical Centre Naklo | SI
  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Regionalverband Bodensee-Oberschwaben | DE
  • Business Upper Austria | AT
  • Chamber of Commerce and Industry of Slovenia - Chamber of Agricultural and Food Enterprises | SI
  • Hochschule Albstadt-Sigmaringen | DE
  • Innov’Alliance | FR
  • Italienische Handelskammer für Deutschland - Büro Mailand c/o DLA Piper Italy (ITKAM) | IT
  • Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) | DE
  • Management Center Innsbruck | AT
  • Parco Scientifico Technologico Per L'Ambiente - Evironment Park (Envipark) | IT
  • Regio im Walgau | AT
  • Techpark Südtirol /Alto Adige (NOI AG) | IT

Finanzierung des EU-Interreg Projekts AlpBioEco

AlpBioEco ist eines von mehreren internationalen Projekten, welches aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) über das Interreg Alpenraum Programm kofinanziert wird. Dieses Förderprogramm fokussiert sich auf interdisziplinäre Zukunftsthemen im Alpenraum, in diesem Fall „Innovationen“.

  • Fördersumme der Europäischen Union: 1.820.666 Euro.
  • Gesamtbudget: 2.141.960 EUR.
  • Projektbeginn: 17.04.2018
  • Projektende: 16.04.2021

Die Stadt Sigmaringen wird für AlpBioEco gefördert durch das „Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.